innovation und Hyperwettbewerb

In unseren Überlegungen unterscheiden wir den Hyperwettbewerb in einen datenbasierten/digitalen (Hyper-)Wettbewerb um Marktanteile und einen innovationsorientierten (Hyper-)Wettbewerb um Chancenanteile.

Folgt man den aktuellen Diskussionen, dann stellt das Unternehmensmanagement insbesondere den datenbasierten Marktanteilswettbewerb in den Mittelpunkt. Hier geht es um Effizienz und insbesondere um die digitale Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dies bedeutet aber auch, dass noch immer das klassische Managementdenken im Mittelpunkt steht. Der (alleinige) Fokus auf die den datenbasierten/digitalen Hyperwettbewerb führt zu einem sogenannten “selbstzerstörerischen Wettbewerb” (Porter), da der Wettbewerb die gleichen Auswertungen ebenfalls vornehmen kan.

Mit dem gleichen oder sogar einem höheren Engagement müssen deshalb die eigenen Unternehmensaktivitäten im innovationsorientierten Chancenanteilswettbewerb vorangetrieben werden. Im innovationsorientierten Wettbewerb geht es um Chancenanteile und um den Wettbewerb um die Zukunft.

Die Herausforderung ist nun aber, dass beide Wettbewerbsschwerpunkte gleichwertig in den Fokus gestellt werden müssen. Hierbei gilt, dass u.a. der Aufbau von Organisationseinheiten mit verschiedenen Geschäftsmodellen nicht mehr ausreicht. Es müssen multiple Geschäftsmodelle entwickelt werden, die sich wechselseitig verstärken. Das ist die neue Form der Diversifizierung. Dem Geschäftsmodell muss die aktibe Gestaltung von hybriden Organisationsmodellen folgen.

Beide Perspektiven sind zwar gleichwertig: Nur durch den Erfolg im Marktanteilswettbewerb kann das Wetten auf Opportunitäten finanziert werden. Nur durch den Erfolg im Wettbewerb um Opportunitäten (insbesondere gegen junge Wachstumsunternehmen) ist ein weiterer Erfolg im Marktanteilswettbewerb aber erst möglich.